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Das Fenster zum Herz (oder die Folgen des Schicksals)

Gedanken wollen sinnlich gleiten, In die Welt von Wunsch und Traum; Umnebelt darin liegt ein Raum, Fernab bekannter Breiten. Die Tür belegt mit Zauberei, Geöffnet von drei Worten; Durchschreitet man die Pforten, Verlässt man Alltags Einerlei. Das Zimmer spärlich möbliert, Und Fenster fehlen gänzlich; Der Platz bedrückend endlich, Wird trotzdem lauthals jubiliert. „Hier bin ich …

Das Hexen-Dreimalneun

Du musst verstehn für diese Welt Ist drei mal drei die Neune Mal drei als einzig Basis zählt Walten nur des Schöpfers Träume Ziffern und Lettern jagen sich Fünf ist nicht Sieben – Sechs nicht Acht Als erstes Null und Q zum Schluss Das Ende steht vor dem Beginn Zeit sucht man hier mit viel …

Das Seiende macht mich sterbend

Im Käfig des Daseins gefangen! Die Schlüssel werden unbarmherzlich offeriert werden, Doch derweil ist freies Gehen in der Zelle möglich. Wärter sprechen von der Freiheit – Die unausweichlich‘ nahe Zukunft. Nie gesehen – oft sich vorgestellt – mit durchzogener Furcht. Als Gefangener schutzlos der Dearretierung ausgeliefert. Wartend! Hinter Stahl – noch hoffend – der schützend …

Das Tier

Fühlst du es auch das Tier in dir? Wie es in deiner Seele ruht? Wie es wartet auf den Tag An dem es ausbricht voller Wut? Ganz lautlos schläft es die meisten Tage Selbst in der Nacht hört man es kaum Das Raubtier deiner inn’ren Triebe Kommt nur selten aus dir ‘raus. Dann aber schreit …

Der emsige Knecht

Einst lebte ein Knecht der wurde von seinem Herren aus mehr oder minder guten Gründen vom Hof vertrieben obwohl er versucht hatte ihm ein guter Knecht zu sein. Und da die Entlohnung bei seinem Herren gut gewesen mußte er jetzt darben denn er verlernte mit wenig auszukommen. So gelangte er eines Tages ohne ein Stückchen …

Der Goldene Schuss

Dreck und Scheiße um mich ‘rum,Geboren bin ich um zu sterben,Kein Wesen merkt doch wenn ich geh,Bin schon lang’ der Wirklichkeit entflohen.Dabei hat alles harmlos angefangen,Erst Nikotin, dann Hasch, dann weiß . . .Erst rauchte ich, dann schniefte ich,Heut’ drücke ich dafür.Die Tage zieh’n an mir vorbei,Was zählt ist nur der nächste Druck,Um wieder neues …

Der Rote Tod

Ein kleiner Raum mit weißen Wänden; Unschuld und Schuld vermischen sich; Ein Abort der Hilflosigkeit Erst nach Monaten verwehrt. Licht! Da, rote Spuren zeigen sich – Das Weiß befleckt! In der Stadt die Damendusche – Doch nicht hier! 2 Herzen in einer Brust! 1 Stuhl auf dem das Leben stirbt! 8 Ecken des Raumes – …

Der Sinn in der Sinnlosigkeit

Ein Anfang und ein Ende Undefiniert im weiten Raum der Unendlichkeit Ohne Zukunftsperspektive gestoßen Ins Dilemma der Menschlichkeit Der Selbstaufgabe allzeitig ausgesetzt Versucht das Häufchen Leben Mit unterdrückter Triebhaftigkeit Gegen sein Schicksal aufzubegehren Jedoch von Nichterfolg gekrönt Verliert die Spur sich im Erdreich Um sich einer Metamorphose zu unterwerfen Die rasch im Nichts versiegt Kein …

Die Seuche

Nach dem Aufstehen ein Gespür im Bauch Ein Gefühl gleich einem Todeshauch. Du schleppst dich phrasenhaft die Treppe ‘runter Tag’s darauf warst du noch munter. Es ist kein Trip kein Spiritus kein Hirngespinst In einer Nacht voll Lust du es empfingst; Angestecket von der Seuche oh welch armes krankes Fleisch Von Verzweifelung getrieben vernimmst’ dein …

Drachenwahrheit

Gewaltiger Drache so alt wie die Zeit Sei drauf gefaßt halt dich bereit! Du bist Sündenbock der Menschenpest Töten dich selbst in deinem Nest. Flieg’ fort Drache solang es noch geht Kehr erst zurück wenn die Welt dich versteht! Weiser Drache – ich flehe dich an Schenk’ deine Güte entsage dem Zorn Zeig wie du …

Dunkelheit

Der Kerze Licht -flackert- verlischt, Dunkel wird der Raum. Wo gerade noch ein Schattenspiel, Ist nur noch schwarzer Rauch. Du hältst die Hände vor die Augen, Nichts wird dir zuteil Und nur Geräusche hinter dir, Nehmen deine Sinne wahr. Justament drehst du dich um, Erkennen kannst du jedoch nichts, Sehnst dir herbei, das weisende Licht. …

Dunkler Engel

Spät ist er heute aufgewacht, Und hat darüber nachgedacht, Was die Welt ihm bieten kann, Zu dem Ergebnis kam er dann: Die Welt ist böse so wie ich, Und trotzdem ist sie volle Licht, Gefahrlos ist mein dunkles Treiben, Verbreite großen Schmerz und Leiden. Dunkler Engel ans Licht gebracht, Dunkler Engel ans Licht gebracht, Dunkler …

Dunkles Geheimnis

Abends – Türen quietschen Lethargisch’ Gefühl der Menschen Plage Stoff der sanft zu Boden gleitet Schrei der Stille in der Nacht. Dumpfer Laut hält Schmerzen wach Klagendes Ächzen das Fleisch sich ergibt Die Kraft verschwunden die den Erzeuger schlägt. Erzwungene Hingabe in Mauern aus Trieb Bestrafende Wendung’n überfallen das Hirn. Im fahlen Licht der Regen …