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Der Rote Tod

Ein kleiner Raum mit weißen Wänden;
Unschuld und Schuld vermischen sich;
Ein Abort der Hilflosigkeit
Erst nach Monaten verwehrt.
Licht!

Da, rote Spuren zeigen sich –
Das Weiß befleckt!
In der Stadt die Damendusche –
Doch nicht hier!

2 Herzen in einer Brust!
1 Stuhl auf dem das Leben stirbt!
8 Ecken des Raumes – schweigende Angst!

Gedanken werden rasch zu Stunden . . .
Frömmlichkeit entweicht den Mauern;
Junges Herz im Rausch der Wehmut
Erbe der zu schnellen Lust.
Kurzes Glück und langes Leiden
Das Grauen bleibet ungesüßt . . .

Der rote Tod ein Ende setzt die Blüte wird vom Ast getrennt
Ein weltlich’ Gott das Messer wetzt und Geist und Körper schmerzen läßt!
Die Not einfach den Preis bestimmt
Im Eimer liegt das Schauerspiel
Der rote Tod zeigt kein Erbarmen-
Entreißt das Los das schon vergeben . . .
Spendet weder Schutz noch Trost!
Verzweiflung treibet in die Enge!
Dem Schoß genommen : Der rote Tod!

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