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vanitas mundi

Toter Traum im Rausch gelebt
Das Tor der Wünsche wehrt ab ein Öffnen
Spiegelndes Licht vergeht in Dunkelheit
Raum und Zeit getrennt durch Leben
Vereint nach Ablauf uns’rer Zeit.
Thor tanzt mit dem alten Weib
Wird schwindend seiner Kraft beraubt;
Ein Anfang und zugleich ein Ende.

Gelebter Körper löst sich auf
Denn Schönheit ist stets auf der Flucht
Bleibt stehen vor der nackten Wand
Beschwingtes Drehen setzt sich ab darauf
Als Rauche auf dem Friedhofsanger
Stillstehend resigniert in Flammen wartend
Um der Wahrheit Knecht zu sein.

Alter Greis im Herzen jung
Dem Grabe trotzdem schon recht nahe
Verliert sich in Erinnerung
Längst vergess’ner alter Tage.
Tönt der Klang – erstirbt zur Stille
Wohlgeräusch im Abgrund ‘west;
Wie gewonnen – so zerronnen!
Der Tag der letzten Sonne naht.

Verwelkte Dotterblumen blühen
Und hoffen auf Unsterblichkeit
Doch viel zu rasch erstirbt ihr Ringen
Die Asche gleitet in den Sand.
Im Frühling sprießen neue Blüten
Die alten jedoch sind vergangen
Denn Ewigkeit verwischt die Spuren
Welche durch die Zeit entstanden.

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