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Zärtlichkeiten

Ich liebe dich den Mund verläßt
Vermehret mit dem Saft der Liebe
Vom Fluß der Körper stark benetzt
Wenn mehr davon nur übrig bliebe.
Vor Stunden traft ihr euch beim Tanze
Suchend Blicke fanden sich
Du erkanntest deine Chance
Spürtest schnell man wollte dich.

Deine Wohnung schnell erreicht
Selbst das Bett war frisch gemacht
Eiligst sich vom Tuch befreit
Hände liebkosten mit Bedacht.
Nicht mehr lange wird es dauern
Bis ihr euch in den Armen liegt
Und keiner wird es je bedauern
Daß ihr euch in Ekstase wiegt.

Heiße Küsse dich benetzen
Fall’n auf dich wie warmer Regen
Dich beinah in Trance versetzen
Und dir schenken großen Segen.
Die Lust sich aufbläht bis sie sichtbar
An deinen Glocken wird geleckt
Dein Glockenstab wird unverzichtbar
Weil er die dunkle Pforte deckt.

Glockengeläut ist nun zu hören
Zu platzen droht der Glockenstrang
Heute wird euch niemand stören
Ihr stimmet an ’nen Stöhngesang.
Langsam kann der Honig sprießen
Denkst du dir schon ist’s gescheh’n
Läßt alles auf den Boden fließen
Kannst des Glückes Ernte sehn.

Behutsam legst du dich zurück
Kannst lautlos dafür nur noch danken
Tastest dich runter Stück für Stück
Keiner hält dich mehr in Schranken.
Sperrst den Schlund des Himmels auf
Züngelst begierig Bewegungen werden schneller
Den Glücksschrei nimmst du gern in kauf
Draußen wird’s schon wieder heller.

Und dann – geschehen – jetzt ist’s vorbei
Die Lust die ist besiegt
Es ist schon spät viertel nach drei
Das Stöhnen just verfliegt.
„Ich lieb’ dich auch“ antwortet er
Möcht’ mit dir die Nacht verbringen
Sein Atem geht noch immer schwer
Will dich zum Bund der Ehe zwingen.
Doch leider hat man’s gar nicht leicht
Wenn Mann ‘nem Mann die Liebe beicht‘
Denn Heirat liegt nicht in den Grenzen
Wenn ein Paar sich liebet mit zwei Schwänzen.

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