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Klinisch Tod

Tüdüt – Tüdüt – Tüdüt – Tüdüt – Tüüüüüüüüüü . . .
Dein Herz bleibt stehen
Geist und Leib sagen adieu
Kurz darauf zieht’s dich hinauf!

Deine Seele sieht einen Schimmer
Welcher immer stärker wird;
Und melodisch Spährenklänge
Lassen dich nicht wieder geh’n.

Deine Schritte werden schneller
Hypnotisch schreitest du voran
Alle Sorgen schon vergessen
Näherst dich dem strahlend Tunnel . . .

Dein Schritt verlangsamt sich urplötzlich
Hörst des Himmels Chöre singen
Engel tanzen jubilieren
Woll’n bei deiner Reis‘ zur Seit‘ dir steh’n.

Die Dunkelheit vom Licht verschlungen
Schaust zaghaft dich noch einmal um
Weiße Götter – deine Hülle
Beordern nun den Geist zurück.

Der Körper willig – der Geist zu schwach
Stehst immer noch am Rand des Tunnels;
Wieder rufen Stimmen dich
Noch ein Schritt dann ist’s geschafft . . .

Doch unsichtbare Stricke binden
Deinen Körper – fesseln dich
Der letzte Schritt wird nicht vollendet
Das Seil kraftvoll zurück dich zieht.

Die Düsternis verdrängt das Lichte
Und deine Ohren nehmen wahr:
Er hat noch einmal Glück gehabt
Er war dem Tode schon sehr nah!

„Ich hab’ noch einmal Glück gehabt?! . . .“
Tüüüüüüüüüü – Tüdüt – Tüdüt – Tüdüt – Tüdüt . . .
AHHHHHHHHHH!

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