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Luzifer

Du bist die Habgier
Vereinigst den Haß;
Du bist die Eitelkeit
In einer Welt voller Unansehnlichkeit;
Du bist die Trägheit
Um uns herum die Hast;
Du bist die Maßlosigkeit
In deiner gehörnten Herrlichkeit;
Du bist die Wollust
Die Gott uns streng verbat;
Du bist der Neid
Der antreibt sich zu verbessern;
Du bist der Zorn
Auge um Auge Zahn um Zahn.

Oh Luzifer du Herr der Fliegen.
Viele Namen zeichnen dich
Ob Teufel, Satan, Beelzebub
Ob Mephisto, Diabolus, Antichrist
Ob Deiwel, Teifel oder Pferdefuß
Bist und bleibst du wohl des Pudels Kern.

Du bist ein Teil von jener Kraft
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.
Du bist der Geist der stets verneint
Zwar ist all was man Sünde
Zerstörung kurz das Böse nennt
Dein eigentliches Element
Indes man auch dein gutes Loben muß.

Wir verdanken dir das Chaos
Oh, welch wunderbar Geschenk an uns!
Mit Hilfe dieser Wundergabe
Formen wir das Nichts – sind kreativ.
Schaffen all die schönen Dinge
Um die selbst Gott uns schon beneidet
Obwohl den Neid er gar nicht kennt!?

Gabst uns die Wahl
Zwischen dir und Gott zu wählen
Schenktest uns die Lust am Leben.
Lehrtest uns Revolution.
Du bist der Robin Hood der Armen
Vielmehr noch als ein Schutzpatron
Du bist das Leben nicht der Tod.

Luzifer der Du bist allgegenwärtig
Geehret werde Dein Name
Dein Reich wird kommen
Dein Wille geschehen
Im Himmel der Hölle und auf Erden!
Unser täglich Not nimmst du von uns
Und vergibst nur wahre Schulden
So wie wir sie vergeben!
Süß ist Deine Versuchung
War’st Du jemals das Böse?
Denn Dein wird das Reich
Gibst uns Kraft
Gibst uns Herrlichkeit
Bis in alle Ewigkeit.
– Amen –

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